{buehne} {/buehne} Team Koroška / Kärnten

together unique

gemeinsam einzigartig

Team Koroška / Kärnten

Team Koroška / Kärnten

Aktuelles

Team Koroška / Kärnten

Das Team Koroška / Kärnten ist die Auswahlmannschaft der Slowenischen Minderheit in Kärnten - Österreich.

Das Team Koroška/Kärnten bei der EUROPEADA 2012

Das Team Koroška/Kärnten bei der EUROPEADA 2012

Das Team Koroška/Kärnten bei der EUROPEADA 2016

Das Team Koroška/Kärnten bei der EUROPEADA 2016

Das Team Koroška/Kärnten bei der EUROPEADA 2020

Die Kärntner Slowenen nahmen im Jahr 2012 mit einer Auswahlmannschaft an der EUROPEADA teil und erreichten mit dem vierten Platz einen großen Erfolg.

Vier Jahre später, bei der Europeada in Südtirol bei den deutschsprachigen Südtirolern und den Ladinern konnte das Team Koroška/Kärnten dieses Resultat bestätigen und mit einem dritten Rang sogar noch verbessern.


Der Kader bei der EUROPEADA 2020

Tor: Florian Lampichler (Klopeiner See), Philipp Rakuschek (DSG Sele/Zell)

Darjan Aleksič (SAK), Christian Dlopst (ASV), Daniel Fratschko (SAK), Gabriel Gregorn (DSG Sele/Zell), Florian Kelih (DSG Sele/Zell), Martin Kelih (DSG Sele/Zell), Miran Kelih (DSG Sele/Zell), Zdravko Koletnik (SAK), Marjan Kropiunik (SAK), Maximilian Kumer (SAK), Patrick Lausegger (SAK), Rafael Lerchster (SAK), Manuel Malle (DSG Ferlach), Markus Mikl (SV Töplitsch), Thomas Riedl (Völkermarkt), Simon Rustia (DSG Sele/Zell), Roman Sadnek (SAK), Toni Smrtnik (DSG Sele/Zell), Matija Smrtnik (Eisenkappel), Niko Smrtnik (Eisenkappel)

Marijan Velik (Trainer), Marijan Smid (Co-Trainer), Simon Sadnek (Torwart Trainer), Marko Loibnegger (Sportlicher Leiter), Amela Baltič (Physiotherapeutin), Ivan Lukan (Medien), Alexander Mak (Medien), Mirko Isopp (Delegierter), Marko Oraže (Delegierter)

Die Kärntner Slowenen

Spuren ihrer Vorfahren finden sich bereits im 6. Jahrhundert, in dieser Zeit entwickelte sich hier ein slawisches Staatsgebilde mit dem Namen Karantien, sein Zentrum lag in der Ebene des Zollfeldes. Mehr als ein Jahrhundert blieb es unabhängig, bis es von den vorrückenden Awaren bedroht wurde. Mit Unterstützung der benachbarten Bajuwaren konnte der Angriff zwar abgewehrt werden, trotzdem erlangte das Gebiet nicht mehr seine alte Unabhängigkeit. Die in der Abwehr Verbündeten nahmen nämlich die wertvollsten Grundstücke in Besitz und schickten eigene Bauern zur Bearbeitung ins Land. So wurde in den nächsten Jahrhunderten die deutsch-slowenische Sprachgrenze nach Süden verschoben, vom 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb sie nahezu unverändert. Entlang dieser Sprachgrenze und darüber hinaus waren die Menschen durch Handel und Gewerbe in regem Kontakt und lernten so mehrere Sprachen. Zu Begin des 19. Jahrhunderts übernahmen mit der Erfindung des Buchdruckes die Zeitschriften eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Sprachen, denn die Schriftsprache unterschied sich deutlich von den verschiedenen Dialekten und war im Gegensatz zu diesen für alle einheitlich. Eine solche Zeitschrift war in Kärnten die “Carinthia”, in den ersten Jahren der Erscheinung wurden dort Artikel sowohl in deutscher als auch in slowenischer Sprache veröffentlicht. Mit dem Aufkommen der Nationalismen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts rückten an die Stelle der bisherigen Vielvölkerstaaten die Nationen und zu diesen gehörte nur, wer sich ihrer Sprache bediente. Die Sprache wurde so zum integrierenden oder zum ausgrenzenden Element, sprachliche Konflikte in Grenzregionen waren vorprogrammiert. Das friedliche Zusammenleben zwischen dem deutschsprachigen Norden und dem slowenischsprachigen Süden war plötzlich gestört. Zu dieser Zeit war noch ein knappes Drittel der Bevölkerung Kärntens slowenischer Muttersprache.

Während des Ersten Weltkrieges wurden zahlreiche Kärntner Slowenen verfolgt und verhaftet, das Bekenntnis Slowene zu sein, reichte aus um des Hochverrats beschuldigt zu werden. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie erhoben das Königreich Serbien, aber auch die Kroaten und Slowenen Gebietsansprüche auf Teile Kärntens, die auch in langwierigen bewaffneten Auseinandersetzungen gegen die freiwilligen Kärntner Verbände durchgesetzt werden sollten. Die Pariser Friedenskonferenz diskutierte die strittigen Grenzfragen im neu entstandenen Österreich, für das Gebiet um das Klagenfurter Becken wurde im Mai 1919 die Abhaltung einer Volksabstimmung beschlossen. Die Vorbereitungen dazu waren gekennzeichnet von einer intensiv geführten Propagandaschlacht, die am 10. Oktober 1920 bei der Entscheidung überraschend mit 59% zu 41% zu Gunsten von Österreich ausfiel, denn das Gebiet der Abstimmung war großteils von Slowenen bewohnt. Im Staatsvertrag von St. Germain wurde der slowenischsprachigen Minderheit zwar die völlige Gleichstellung garantiert und das Recht auf Verwendung und Pflege der Muttersprache zugebilligt, die Umsetzung sollte aber lange dauern und schmerzhaft sein, zu viel war auf beiden Seiten passiert. Der langjährige Ortstafelstreit ist wohl der bekannteste Ausdruck dieser schwierigen Annäherung.

Heute sind die Minderheitenrechte der Kärntner Slowenen zu einem großen Teil anerkannt und es herrscht wieder ein überwiegend konfliktfreies Zusammenleben, jedoch nicht alle international und verfassungsrechtlich gewährleisteter Rechte der Minderheit sind erfüllt und umgesetzt. Die Volksgruppe der Kärntner Slowenen ist aber um fast zwei Drittel geschrumpft, sie zählt laut Volkszählung von 2001 etwas über 13.000 Personen, laut einer Erhebung der Umgangssprache von 1991 sind es mit gezählten 50.000 aber doch wesentlich mehr.